Schlagwort-Archive: Film

Twitter macht’s möglich: Filme in nur sechs Worten erzählt

Wer wichtige Arbeiten vor sich herschieben will… nein, Moment, ich fang’ nochmal von vorn an: Wer nach stundenlangen wichtigen Arbeiten dringend eine klitzekleine Verschnaufpause braucht, der hat im Wesentlichen fünf Möglichkeiten: 1. Mails checken, 2. Welt retten, 3. YouTube-Videos gucken, 4. eine Glosse schreiben oder 5. schauen, was bei Twitter gerade „trendet“.

Denn für die erfolgreiche Prokrastination hat Twitter uns die „Trending Topics“ geschenkt, also die in einer bestimmten Region gerade „heißesten“ Hashtags. Nun wollen wir hier gar nicht über Hashtags schimpfen, jene mit einem vorangestellten „#“ gekennzeichneten Schlagwörter, mit denen die Twitter-Gemeinde ihre diskutierten Themen ambulant selbst organisiert. Solche Hashtags sind durchaus nützlich zur themenbezogenen Bündelung von Tweets. Moderiert zum Beispiel der Verfasser dieser statt anstehender wichtiger Arbeiten verfassten Glossenzeilen eine LANline-Veranstaltung, dann verkündet er vorab voll krass Social-Media-gerecht einen Hashtag, richtet sich für die Suche nach diesem eine Spalte in Tweetdeck ein und kann nun bequem verfolgen, was die Zuschauer anlässlich der Veranstaltung so twittern.

Manchmal entwickeln Hashtags aber auch spontan ein Eigenleben: Twitter-Nutzer greifen einen Hashtag massenhaft auf – weil er lustig ist, sie zu Variationen über das vorgegebene Thema anregt oder sie das Gelesene einfach schnell verbreiten wollen – und schwupps ist ein so genanntes „Mem“ geboren. Wir haben dieses Phänomen hier bereits anlässlich des #Blumenkübel-Mems in aller gebotenen Ausführlichkeit und Seriosität gewürdigt.

Im Vorfeld der Oscar-Verleihung kursierte kürzlich auf Twitter ein recht unterhaltsames Mem namens #SixWordFilmPlots: Der gemeinsame Nenner dieses Mems war es (neben der Verwendung des obligatorischen Hashtags), Filmhandlungen in nur sechs Worten zusammenzufassen. Derartiges stößt beim Twitter-Volk immer wieder auf große Resonanz – schließlich ist man es gewohnt, seine Gedanken auf maximal 140 Zeichen zu komprimieren, da legt die Limitierung auf sechs Wörter beim Zusammenfassen eines Films die Messlatte genau dieses kleine, für geistige Fingerübungen reizvolle Stückchen höher, das für die rasante Verbreitung eines Mems höchst förderlich ist.

Die meisten Mem-Teilnehmer machten sich einen Spaß daraus, Filmhandlungen augenzwinkernd derart zusammenzufassen, dass der Film für den Kinoliebhaber sofort zwischen den sechs kargen Worten hervorblitzte, so etwa in den folgenden Fällen. Wir beginnen mit einem Tweet des Schauspielers Richard Dreyfuss, der in „Jaws“ eine der Hauptrollen spielte (die Übersetzungen sind von mir, das Mem fand natürlich auf Englisch statt):

130111RichardDreyfuss

„Hai tötet Menschen, Menschen töten Hai.“ – @RichardDreyfuss
„Chuck Norris macht alle fertig. Ende.“ – @DrTwittenheimer
„Affe haut Knochen. Computer sagt Nein.“ – @ernmalleyscat
„Große haarige Füße. Schöner glänzender Ring.“ – @jasonjordan
„Dude bowlt. Teppich beschädigt. Will Vergeltung. – @swirlOsquirrel
„Barfüßiger Polizist besiegt Terroristen, zerstört Wolkenkratzer.“ – @RorytheONeill
„Mission is possible, trotz irreführenden Titels.“ – @AlexRiceTan
„Ich bin der König der … *blubb!*“ – @HeroesAreBoring

Manche Twitterer gingen noch einen kleinen, aber feinen Schritt weiter – den von der Filmzusammenfassung zur teils milde lächelnden, teils sarkastischen, teils zornigen Film-, Genre- oder Hollywood-Kritik:

„Alien versus Predator (versus schreckliche Schauspielerei)“ – @CalumNorth
„Total abgehalfterter Boxer triumphiert, endlose Sequels.“ – @theresasmets
„Geistig zurückgebliebener Mann übt mörderische Selbstjustiz.“ – @anothershoe
„Hacker tippen schnell. Computer sind magisch.“ – @johncheese

und nicht zuletzt:

„Scheiß drauf, lest lieber das Buch!“ – @MrBrendanBlack

Wieder andere nutzten die Vorgabe, um Vorschläge für neue Drehbücher zu posten:

„Langsam und wütend: Gefangen im Stau“- @DrTwittenheimer

oder auch:

„Alberner Twitter-Trend löst Atomkrieg aus.“ – @Axl2032

Und dann gibt es bei einem Mem natürlich auch die immer gleichen Trittbrettfahrer: Angeblich reale Twitter-User mit kryptischen Namen, die neben dem Hashtag und einem immer gleichen Kommentar den Link zu einer Website tweeten – sprich: Spammer, die den Twitter-Nutzer auf eine Site mit Werbung, Pornografie und/oder Malware locken wollen. Ich hätte da übrigens folgenden Drehbuchvorschlag:

„Aliens landen, fressen alle Spammer auf.“

So, jetzt aber wieder zurück an die Arbeit! Moment, erst noch die Mails checken…

Tworkshop: Twitter lernen mit Hollywood-Stars

Twitter ist nach Facebook das wohl beliebteste Social Network – wenngleich klar abgeschlagen auf Platz zwei. Dabei ist Twitter der nützlichere Dienst: eine Nachrichten-Verbreitungsmaschine, ein RSS-Feed zum Mitmachen, Informations-, Chat- und Diskussionsmedium zugleich. Dazu kommt, wie ein (zumindest auf Twitter) geflügeltes Wort lautet: „Auf Facebook trifft man die Leute, mit denen man zur Schule gegangen ist, auf Twitter trifft man jene, mit denen man gerne zur Schule gegangen wäre.”

Dass Twitter längst nicht so verbreitet ist wie Facebook, liegt unter anderem daran, dass seine Bedienung nicht wirklich intuitiv ist: Das „Social Information Network” hat seine eigene Grammatik, eigene Umgangsformen sowie – bedingt durch Anfänge als SMS-Dienst – eine maximale Nachrichtenlänge von 140 Zeichen, was viele Einsteiger zunächst unpraktisch finden. (In Wirklichkeit nötigt dies zu prägnanter Formulierung, was für den Leser sehr angenehm ist.)

Um zu veranschaulichen, wie Twitter funktioniert, tun wir nun so, als ob es Twitter in der Geschichte Hollywoods schon immer gegeben hätte. Denn Filme kennt praktisch jeder, da findet man sich leichter zurecht.

… uuuuuund Action!

1. Friend oder Follow:
„I’ll be back. I also follow back.” – @TheTerminator

Facebook-Verbindungen beruhen auf dem Friends-Prinzip: Benutzer A stellt eine Freundschaftsanfrage, und hat Benutzer B diese beantwortet, erhalten beide Benutzer die Status-Updates des jeweils anderen. Twitter hingegen beruht auf dem Follow-Prinzip: Benutzer @Jake  – Benutzernamen erkennt man auf Twitter immer am vorangestellten @-Zeichen – abonniert die Tweets (Twitter-Nachrichten) von Benutzer @Elwood („folgt” @Elwood): Er erhält nun in seinem Twitter-Interface („Timeline”) dessen Tweets (wie zum Beispiel: „Wir bringen die Band wieder zusammen!”) – und zwar in Echtzeit.

Ein Tipp: Man sollte Tweets besser nicht auf twitter.com lesen, sondern einen Twitter-Client wie TweetDeck oder Seesmic benutzen. Hier kann man bequem eigene Ansichten bilden und zum Beispiel Leute, denen man folgt, in Listen darstellen, etwa unterteilt in Schauspieler, Kritiker, Filmzeitschriften, Blues-Brothers-Band-Mitglieder, Horrorfilm-Monster etc.

Ein „Follow” wieder zu kündigen nennt sich “Unfollow” (im etwas holprigen deutschen Sprachgebrauch: „entfolgen”). Unfollows sind auf Twitter ebenso normal wie Follows – man sollte also keine Hemmungen haben, anderen Benutzern nicht mehr zu folgen. Umgekehrt sollte man Unfollows ehemaliger Follower auch nicht persönlich nehmen. In diesem Sinne ist es eine leere Drohung, wenn Thelma im Road Movie „Thelma and Louise” beim Überfall auf einen Drugstore sagt: „Nobody moves, nobody gets hurt. Or unfollowed.”

Für viele Benutzer gehört es auf Twitter zum guten Ton, einem Follower „zurückzufolgen” („follow back”). Eine nützliche Faustregel ist es allerdings, schlicht nur denjenigen Leuten zu folgen, deren Tweets einen tatsächlich interessiern – unabhängig davon, ob die Urheber einem zurückfolgen oder nicht.

Das auf Twitter oft geäußerte Angebot, im Fall eines Follows zurückzufolgen, hat häufig werblichen Hintergrund und sollte deshalb gemieden werden, wie etwa auch im Fall des oben zitierten Tweets – obwohl @TheTerminator das mit dem Folgen sicher nur nett meint…

2. Tweet-Arten

Während es Facebook offenbar am liebsten hätte, wenn alle alles mit allen teilen würden (und seine Datenschutzrichtlinien entsprechend undurchsichtig gestaltet), verfolgt Twitter eine ganz klare Linie: Hier gibt es nur drei Arten von Nachrichten, nämlich Tweets, Mentions (auch @-Replies genannt) und DMs (Direct Messages). Diese drei Tweet-Typen unterscheiden sich schlicht darin, wer sie lesen darf.

a. Tweets: „It’s a boy!” – @Rosemary

Ein Tweet entspricht einem Poster, zum Beispiel dem Plakat für den Horrorfilm „Rosemary’s Baby”: eine Nachricht, die an alle gerichtet ist, die sie sehen wollen. Jeder Benutzer, der dem Account @Rosemary folgt, kann diese Nachricht lesen. (Eine Ausnahme sind Closed Accounts, also gesperrte Konten: Diese machen Twitter zum Chat-Medium geschlossener Benutzergruppen, sind auf Twitter aber die Ausnahme. Solch ein geschlossener Account hätte Rosemary aber wohl auch nicht mehr geholfen.)

b. Mentions: „@MichaelC I told you, stay out of the family business!” – @DonVito

Mentions haben die gleiche Funktion wie Postkarten: Sie sind an eine bestimmte Person gerichtet, aber dennoch nur mit Einschränkungen privat. Mentions beginnen mit des Benutzernamen des Empfängers, erkennbar am vorangestellten @-Zeichen (daher auch „@-Reply”). Wenn Don Vito Corleone im Mafia-Epos „Der Pate” seinem Sohn Michael per Twitter-Nachricht rät, sich aus dem Business der „Familie” herauszuhalten, dann ist diese Nachricht nicht nur für Michael sichtbar, sondern für alle Benutzer, die sowohl Don Vito als auch Michael Corleone folgen: die Familie, verfeindete Familien, die Polizei, das FBI etc. Zudem erscheinen die Mentions auf der Twitter-Profilseite des Verfassers und sind damit dort archiviert. („Mamma mia! Wieso hat mir das keiner erklärt??!!” – @DonVito)

Sich auf Twitter mittels Mentions zu verständigen, bedeutet also praktisch, einen halböffentlichen Dialog zu führen. So konnten zum Beispiel in Sofia Coppolas „Lost in Translation” alle Fans von Bob Harris (Bill Murray) und Charlotte (Scarlett Johansson) live miterleben, wie der Filmstar die Arbeit an den Whiskey-Werbefilmchen („It’s Santory time”) kurzerhand abbrach: „@Charlotte Santory-time my ass. Ready to explore Tokyo?” – @BobHarris

Es ist übrigens auch möglich, mehrere Leute gleichzeitig per Mention zu informieren, wie man in „Der Herr der Ringe” erleben konnte. Auf seiner Expedition warnte Frodo seine Reisebegleiter in weiser Voraussicht mit den denkwürdigen Worten:

„@Samwise @Merry @Pippin Hey, Leute, ich glaube, wir schalten dieses Geolokations-Dings besser aus.” – @Frodo

Vorsicht ist geboten, wenn ein Benutzer Twitter dazu nutzt, sich selbst Nachrichten zu schicken. In Alfred Hitchcock „Psycho” kommt es zur entscheidenden Wende, als der Hotelbesitzer Norman Bates folgenden Tweet erhält:

„@NormanBates: Norman, this is your mother tweeting. You must kill her.” – @NormanBates

Aufmerksame Zuschauer hätten an dieser Stelle bereits wissen können, dass Norman nicht ganz richtig im Kopf ist. Na ja, hinterher ist man immer schlauer.

c. Direct Messages: „DM home!” – @ET

Eine Direct Message (DM) hingegen entspricht einem Brief oder einer E-Mail: Es handelt sich um eine Nachricht, die Benutzer A ausschließlich an Benutzer B schickt. Dazu stellt der Benutzer den Tweet den Buchstaben „D” voran, gefolgt vom Benutzernamen des Adressaten – allerdings ohne (!) das sonst übliche @-Zeichen (also zum Beispiel „D HomePlanet”, nicht „D @HomePlanet”). Es hätte dem Außerirdischen ET im gleichnamigen Science-Fiction-Film viel Mühe gespart, wenn er das mit dem Weglassen des @-Zeichens rechtzeitig begriffen hätte.

Ein wichtiger Hinweis: Mit DMs sollte man vorsichtig umgehen – einfach deshalb, weil man sich beim Twittern schnell vertippt hat – und plötzlich ist dann eine als DM gedachte Nachricht öffentlich sichtbar. In solchen Fällen möchte man natürlich schleunigst auf einen weit entfernten Planeten flüchten…

d. Retweets

Eine Sonderform der Tweets stellen die so genannten Retweets dar. Sie entsprechen der Weiterleitung einer E-Mail. Retweets erkennt man am vorangestellten „RT”, gefolgt vom Benutzernamen des Verfassers des Original-Tweets, einem Doppelpunkt und danach dem Original-Tweet selbst.

Wichtiger Hinweis: Wird der Original-Tweet modifiziert, zum Beispiel aus Gründen der Zeichenlimitierung gekürzt, dann stellen manche Benutzer ein „MT” (für Modified Tweet, modifizierter Tweet) voran – das ist aber nicht durchgängig üblich. Ein „RT” kann also durchaus verändert oder gekürzt worden sein.

Retweets treten in zwei Varianten auf: unkommentiert und kommentiert. Durch kommentarloses Retweeten – für das Twitter und Twitter-Clients einen eigenen Button bieten – verbreitet man eine Twitter-Nachricht einfach weiter. Zugleich drückt man implizit Zustimmung aus, wie das Beispiel eines Tweets von The Big Lebowski („The Dude”) am Ende des gleichnamigen Spielfilms zeigt:

„RT @WalterSobchack: F*** it, let’s go bowling.” – @TheDude

Ein Benutzer kann Retweets allerdings auch um eigene Kommentare ergänzen, die vom Original-Tweet in der Regel durch einen Pfeil („<”, „<-“ oder „<–“) getrennt sind. Der wohl berühmteste Retweet der Hollywood-Geschichte dürfte eine lakonische Anmerkung von Rick (Humphrey Bogart) zu einem Tweet seines Klavierspielers im Film „Casablanca” sein:

„RT @Sam: Now playing ‘As Time Goes By’ at @Rick43’s Café. <– Again!” – @Rick43

3. Abkürzungen und Akronyme:
„ROFLMAO” – @TheJoker

Die Begrenzung auf 140 Zeichen pro Tweet hat unter Twitter-Usern zu großer Begeisterung für Abkürzungen und Akronyme geführt, was Neulingen den Einstieg zunächst nochmals erschwert. Schnell merkt man aber, dass meist die immer gleichen paar Abkürzungen auftauchen:

LOL: Laughing out loud (deutsch: lache gerade lauthals)
Beispiel: „So ne bekloppte Fledermaus versucht, mich zu fangen! LOL” – @The Joker

Thx/RThx: Thanks/RT-Thanks (deutsch: danke/danke für den Retweet)
Beispiel: „@NormanBates: RThx” – @NormanBates

WTF: What the Fuck?! (deutsch: was zum Teufel?!)
Beispiel: „Er hat unser schönes Mikro für eine Bullenschaukel eingetauscht! WTF” – @Jake

FTW: For the Win (das Gegenteil von WTF, im Deutschen ungefähr: echt super!)
Beispiel: „OK, ich geb’s zu: Die Bullenschaukel hat Bullen-Motor, Bullen-Bremsen und Bullen-Stoßdämpfer. FTW” – @Jake

ROFL: Rolling on the Floor Laughing (deutsch: wälze mich am Boden vor Lachen)
Beispiel: „Die Fledermaus versucht immer noch, mich zu fangen! ROFL” – @The Joker

ROFMLAO: Rolling on the Floor Laughing My Ass off (deutsch: wälze mich am Boden und mache mich nass vor Lachen)
Beispiel: „ROFLMAO” – @TheJoker

NSFW: Not Safe for Work (deutsch sinngemäß: nicht jugendfrei)
Beispiel: „ROFLMAO ist NSFW? WTF! LOL!” – @TheJoker

4. Hashtags:
„We just love #hashtags!“ – @CheechAndChong

Hashtags sind Schlagwörter. Sie sind durch ein vorangestelltes „#” kenntlich gemacht und dürfen nur Buchstaben und Zahlen enthalten, keine Sonderzeichen oder Satzzeichen. Hashtags dienen meist der Zuordnung zu einem Thema oder einem Ereignis, haben aber mitunter auch Kommentarfunktion. Beispiele:

„OK, ich geb’s zu: Die Bullenschaukel hat Bullen-Motor, Bullen-Bremsen und Bullen-Stoßdämpfer. FTW #imAuftragdesHerrnunterwegs” – @Jake

…oder, ebenfalls aus dem Film „Blues Brothers”, nur etwas später:

„Das war jetzt genau der 200. Bullenauto-Crash. Bei 200 dürfen wir nochmal 100 gratis, oder? #imAuftragdesHerrnunterwegs” – @Jake

„Yep. #imAuftragdesHerrnunterwegs” – @Elwood

Die sich gerade besonders stark häufenden Hashtags heißen „Trending Topics”. Diese „Top Ten” getwitterter Themen führt Twitter auf seiner Homepage auf. Einmal ein Trending Topic angestoßen zu haben ist der heimliche Traum eines jeden Hashtag-Vergebers : „We just smoked our #hashtags. Feels like we’re #trending, man!” – @CheechAndChong

5. Auswahl und Ändern des Benutzernamens:
„Thinking about changing my Twitter handle to @Strangelove.” – @MerkwuerdigeLiebe

Der Benutzername – englisch „Twitter Handle” oder „User Handle” – darf Buchstaben, Zahlen und Unterstriche enthalten. Er sollte möglichst kurz und prägnant sein – vor allem, um anderen Benutzern Retweets zu erleichtern. Will man zum Beispiel den obigen @Jake-Tweet retweeten, so hat das Ergebnis 129 Zeichen:

„RT @Jake: Das war jetzt genau der 200. Bullenauto-Crash. Bei 200 dürfen wir nochmal 100 gratis, oder? #imAuftragdesHerrnunterwegs”

Hätte @Jake den Twitter Handle @NachtsmitSonnenbrille1, dann wäre dieser Retweet bereits 147 Zeichen lang, und der retweetende Benutzer wäre genötigt, den Original-Tweet zu kürzen. Wohl deshalb hat der deutschstämmige Präsidentenberater Dr. Merkwuerdigeliebe in Stanley Kubriks Weltkriegs-Satire „Dr. Strangelove” seinen Namen geändert.

6. APIs: Twitter mittels anderer Programme bedienen:
„I just ousted @DVader as mayor of DeathStar.” – @LukeS

Dank Schnittstellen (APIs) ist es möglich, Twitter auch von anderen Programmen aus zu bedienen. Zu diesen Programmen zählen die erwähnten Twitter-Clients wie TweetDeck oder Seesmic, aber auch soziale Netzwerke wie Facebook oder Linkedin. Dazu gesellt sich eine schier unendliche Zahl weiterer Programme, darunter auch der bekannte Geolokationsdienst Foursquare. Auf Foursquare ist es möglich, mittels Twitter über den Erhalt neuer Badges zu informieren. Dabei sollte man aber beachten, das für Twitter-Benutzer, die selbst nicht auf Foursquare unterwegs sind, derartige Nachrichten als Spam wirken. Schließlich sind die wenigsten Aktionen auf diesem Planeten so interessant wie die in „Star Wars” zentrale Frage, wer über den Todesstern herrscht.

Man sollte sich deshalb genau überlegen, welche externen Dienste, Programme und Geolokationsdaten man mit Twitter verzahnt – schon um die Mächte der Finsternis nicht jederzeit darüber zu informieren, wo man sich gerade aufhält.

#TheEnd