CES 2014: Die Körpermesser kommen!

Las Vegas ist auch dieses Jahr dank der Consumer Electronics Show, kurz CES, wieder das Mekka aller Gadget-Gläubigen. Natürlich gibt es viele schöne bunte Neuerungen aus dem Bereich der Smartphones und Tablets – aber als Handy oder Schneidebrettchen getarnte Kleinstcomputer sind ja soooo 2012. Nachdem 2013 vorübergehend alle glaubten, sich ein Computer-Monokel per Brillengestell ins Gesicht schrauben zu müssen, wird 2014 offensichtlich das Jahr der Körperfunktionsmessungs-Accessoires.

Zwar macht der Begriff „Quantified Self“ – die Gadget-basierte Dauermessung körpereigener Parameter mit dem Ziel der Fitness- oder Verhaltensoptimierung – bereits seit 2007 die Runde. Und auch entsprechende Gadgets wie computerisierte Armbändchen, die den Pulsschlag etc. messen, gibt es schon seit geraumer Zeit. Bei der aktuellen Berichterstattung vom Planeten Las Vegas erhält man allerdings den Eindruck, dass die Self-Quantifiziererei in Form so genannter „Wearables“ nun endgültig im Massenmarkt angekommen ist.

So hat zum Beispiel Netatmo „smarten“ Schmuck vorgestellt, der die UV-Strahlung misst, der man ausgesetzt ist, und diese an das bekanntlich ebenfalls smarte Phone meldet. Die smarte Zahnbürste Kolibree petzt dem smarten Smartphone per Bluetooth, wie gründlich man die Zähne geputzt hat. Und Sony hat ein sicherlich nicht minder smartes „SmartBand“ präsentiert, das Daten für ein „LifeLog“ erzeugt, getreu dem Motto: „Es gibt nur eins, was besser ist, als viele Daten über sich selbst zu haben: noch mehr Daten über sich selbst zu haben.“

Das Sony SmartBand - für alle, die sich noch nicht überwacht genug fühlen. Bild: Sony

Das Sony SmartBand – für alle, die sich noch nicht überwacht genug fühlen.
Bild: Sony

Unbestreitbar können solche kleinen Helferlein einen Nutzen bringen: Ein Alarm vom Smartphone ist besser als ein Sonnenbrand (OK, OK, je nach verwendetem Signalton mag mitunter der Sonnenbrand zu bevorzugen sein), und ein automatischer Notruf beim ambulanten Pflegedienst ist besser, als wenn die alleinstehende Oma (hier bitte Horrorszenario nach Wahl einfügen).

Sorgen machen muss man sich allerdings um die armen Mitarbeiter der NSA: Diese müssen nicht nur unseren E-Mail-Verkehr, unsere Web-Browsing-Historie sowie unser Treiben auf Facebook, Twitter und Co. überwachen, sondern bekanntlich auch unsere Suchanfragen, Kontobewegungen, Reiseaktivitäten, Windows-Updates und das Online-Gaming-Verhalten in World of Warcraft (doch, echt, World of Warcraft, kein Witz!).

Und nun sollen sie auch noch unseren gesamten Körpermessdaten auswerten? Das ist zuviel! Das ist nicht zu schaffen! Das ist doch, ich meine…, diese Datenflut, diese Möglichkeiten, der Wahnsinn, das ist doch, also ich…

+++ BLOOD PRESSURE ALERT +++ ACTIVITY TERMINATED +++ BLOOD PRESSURE ALERT +++

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